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15.00 - 17.00 | SOWI Innsbruck

WS14

Die psychoanalytische Couch in die Pädiatrie tragen?
Egon Garstick

Der Titel des Kongresses: „ Das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren Wege zu einer neuen Medizin“, motiviert mich dazu, über die Möglichkeiten und Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Pädiatern und psychodynamisch orientierten Psychotherapeuten zu berichten. Man stellt Psychologen in schweizerischen Spitälern an, aber wozu eigentlich genau? Es stellt sich die Frage, welche Form von Psychologie soll es denn, darf es denn sein? Ein psychoanalytischer Psychotherapeut mit Weiterbildung in Körperpsychotherapie berichtet von seiner nun 20jährigen Arbeit im Zürcher Stadtspital Triemli. Wie kam es zu der Entwicklung und dem Aufbau eines bio-psycho-sozialen Verständnisses für Gesundheit- Entwicklung und Erkrankung in einer pädiatrischen Klinik für Kinder und Jugendliche. An Hand von Fallbeispielen werden Erfahrungen im Umgang mit beginnenden psychosomatischen Krisen reflektiert. Das mögliche Auffangen von Krisen, aber auch das Scheitern des Versuches, das „Unsichtbare hinter dem Sichtbaren“ deutlich werden zu lassen, soll zur Sprache kommen. Der Referent arbeitet als Psychotherapeut in der Kinderklinik vom Stadtspital Triemli. Dort ist ein Schwerpunkt die Arbeit in einer Schreibabysprechstunde. Lange Zeit auch Psychotherapeut in einem interdisziplinären Behandlungsteam für Jugendliche mit Essstörungen („Wiederbelebung der eingebrochenen bio-psycho-sozialen Adoleszenzentwicklung“). Dozent und Supervisor am Psychoanalytischen Seminar Zürich(PSZ).

WS15

Vom Sickness Behavior zum Health Behavior - wie reguliert das Immunsystem gesundheitsförderliches Verhalten?
Carmen Hagen

Wie kommunizieren Immunsystem und Nervensystem miteinander? Gibt es so etwas wie eine „gemeinsame biochemische Sprache“, und wie wirken diese Prozesse im bio-psycho-sozialen „System Mensch“?

Der Workshop beschäftigt sich am Beispiel IL-6 mit dynamischen Aspekten psycho-neuro-immunologischer Wechselwirkungen.

Im ersten Teil werden (patho)physiologische Grundlagen des Neuro-immuno-endokrinen Netzwerks besprochen.

Im zweite Teil wird die Bedeutung von Interleukin-6 als zentraler Regulator physiologischer und pathophysiologischer Prozesse an der Schnittstelle von Gesundheit und Krankheit erarbeitet.

Abschließend wird im dritten Teil anhand der Ergebnisse einer integrativen Einzelfallstudie Komplexität und Dynamik psycho-neuro-immunologischer Wirkungszusammenhänge betrachtet und bidirektionale Wechselwirkungen zwischen emotionaler Befindlichkeit und Interleukin-6 diskutiert.

   

WS17

Wie das Immunsystem den Stoffwechsel der Neurotransmitter beeinflusst
Dietmar Fuchs

Eine der Aufgaben des Immunsystems ist die Abwehr von Infektionen und von Tumorerkrankungen. Dabei sind verschiedenste Stoffwechselwege von Bedeutung. Diese Maßnahmen des Immunsystems sind aber nicht frei von Nebenwirkungen. Zum Beispiel beeinflusst der Entzug der essentiellen Aminosäure Tryptophan, eine wesentliche wachstumshemmende Strategie, auch die Biosynthese von Serotonin und kann dadurch die Befindlichkeit stören. Gleichzeitig werden verschiedenste Oxidationsvorgänge zur Abtötung von Keimen ausgelöst, die als Nebenwirkung die Produktion von Neurotransmittern wie Adrenalin und Noradrenalin beeinträchtigen können. So ist es nicht verwunderlich, dass es während Erkrankungen, bei denen das Immunsystem beteiligt ist, oft zu neuropsychiatrisch Symptomen beim Patienten kommt. Darüber hinaus sind die biochemischen Veränderungen auch von prognostischer Relevanz.

WS18

Klatschen mit einer Hand - Psychoneuroimmunologie jenseits der Basics (Vertiefung des Vortragsthemas)
Ulrich Kropiunigg

Im Workshop soll auf Grundlage eigener (geringer bis intensiver) Erfahrungen über die Entwicklungen im Sektor PNI reflektiert und nach neuen Forschungsansätzen und Kooperationen gesucht werden.

WS19

Menopause und Andropause - mehr als nur hormonelle Veränderungen
Barbara Mangweth-Matzek

Die Menopause ist eine gut beschriebene Phase im Leben einer Frau, die das Ende der Fruchtbarkeit einleitet und aufgrund dieser hormonellen Umstellungen zu unterschiedlichsten Befindlichkeiten führt. Die Andropause ist ein Begriff der wissenschaftlich nach wie vor umstritten ist, und demnach nur selektiert Bewusstsein in der männlichen Population erfährt. Im Workshop werden beide Phänomene unter unterschiedlichsten Aspekten (medizinisch, psychologisch, sozial) betrachtet und diskutiert.

WS20

REM-Schlaf und Immunsystem, träume oder wache ich? (Vertiefung des Vortragsthemas)
Tanja Lange

Im rapid eye movement (REM) Schlaf passieren erstaunlich Dinge lebhafte Träume, wie Muskellähmung, sexuelle Erregung, Neubildung von Nervenzellen und Verarbeitung emotionaler Gedächtnis­inhalte und motorischer Bewegungsabläufe. Durch eine Immunaktivierung wird er unterdrückt. Noch ist unklar, wie das Immunsystem, Emotionen, Lernen, Gedächtnis und der REM Schlaf genau zusammen­hängen. Der Vortrag gibt einen Überblick der aktuellen Forschungsergebnisse, die dann im Workshop vertieft werden.

WS21

Chancen und Methoden der empirischen Einzelfallanalyse: ein Überblick
Burkhard Brosig

Empirischer Einzelfallanalysen bieten ein Bindeglied zwischen dem Paradigma der Großgruppenforschung mit ihrer Logik der Arrodierung der Subjektivität einzelner Probanden zugunsten von Mittelwertbildungen und der klinischen Beschreibung einzelner psychotherapeutischer Konstellationen in der Fallnovelle. In der empirischen Einzelfallforschung werden systematisch und kontinuierlich über einen bestimmten Prozesszeitraum hinweg objektive Daten erhoben, diese mit anspruchsvollen multivariaten Analysetechniken bearbeitet und für den Einzelfall aufbereitet. In der sogenannten „pooled time series analysis" können zudem Gruppen von Verläufen zusammengefasst, aber auch für den Einzelfall kontrastieren, dargestellt werden. Der Workshop bietet einen Überblick über die möglichen statistischen Techniken und soll ermutigen, den Einzelfall empirisch ernst zu nehmen: Jeder Mensch ist ein Universum.

WS22

Es ist nicht das, wonach es auf den ersten Blick aussieht - das Unsichtbare in der Psychotraumatologie
Thomas Beck

Etliche Patientinnen und Patienten stellen sich mit den unterschiedlichsten Symptomen und Beschwerden bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vor.  Oftmals sind es aber nicht diese offensichtlichen Beschwerden, die durchaus hohen Leidensdruck hervorrufen, die die wahre Ursache der Beschwerden sind. Häufig sind es bislang unentdeckte Traumatisierungen, die die Betroffenen leiden lassen. Anhand von Fallbeispielen werden die Schwierigkeiten der Erkennung und Diagnostik von oft lange zurückliegenden Traumatisierungen aufgezeigt.

WS23

Wie sich zwischenmenschliche Bindung im endokrinen System abbildet (Vertiefung des Vortragsthemas)
Anna Buchheim

In der aktuellen neuropsychiatrischen Forschung sind die beeindruckenden verhaltensregulierenden Einflüsse des Oxytozins und Cortisol von zunehmendem Interesse. Tiermodelle geben richtungsweisende Befunde in den Bereichen Bindungsverhalten, Sexualität und Brutpflege. Oxytocin spielt eine wichtige Rolle in komplexen sozio-affektiven Verhaltensweisen wie sozialer Angliederung, Bindung, Stress und Angst sowie Bindung, elterlicher Fürsorge, sozialer Exploration und Anerkennung. In letzter Zeit wurden vermehrt Studien publiziert mit der Fragestellung welche Funktion Oxytozin als Einflussvariable bei psychischen Störungen wie z. B. der Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung oder sozialer Angst haben könnte. In dem Übersichts-Vortrag werden ausgewählte Befunde des veränderten Oxytozinsystems bei psychopathologischen Störungsbildern berichtet sowie Befunde zu Oxytocin und Cortisol im transgenerationalen Kontext bei Müttern und Vätern. In dem Workshop wird insbesondere auf den Zusammenhang zwischen Bindungsrepräsentationen, gemessen mit dem Interview Adult Attachment Projective Picture System, und endokrinen Korrelaten vertieft eingegangen.

WS24

Zur Rolle der Ernährung auf die fötale Gehirnentwicklung und wichtige Ernährungsfragen für eine neuropsychoimmunologische Gesundheit des Menschen
Florian Überall

Der Workshop handelt von der Rolle der Ernährung für die fetale Gehirnentwicklung bzw. von der Rolle der Ernährung für die weiteren Gehirnentwicklung des Jugendlichen. Ich möchte ernährungsrelevante Themen aufgreifen, welche die Hirn-Darmachse betreffen, bzw. der Frage nachgehen, wie die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn durch die Zusammensetzung der Darmflora gestört werden kann. Ganz praktische Beispiele zum Essverhalten runden das Thema ab und sollen eine Hilfestellung für eine gute Kommunikation zwischen Darm, Immunität und Gehirn sein.

WS25

Praktischer Umgang mit Träumen
Verena Kast

Alle Menschen träumen, und alle verstehen auch irgendwie ihre Träume. (Meistens). Aber es gibt auch grundlegende Möglichkeiten des Umgehens mit Träumen, die im Workshop erarbeitet werden.

WS26

Kunst aus dem molekularbiologischen Labor: Utopische Mikrosubjektivität
Klaus Spiess

Die Teilnehmer lernen an Beispielen auf diejenigen Metaphern und Narrative in der Medizin zu fokussieren,  die künstlerische Gestaltung ermöglichen.  Zudem werden künstlerische Projekte die biologische Medien verwenden vorgestellt und Projekte, bei denen mikrobiologische Techniken wie das Anlegen von Zellkulturen oder Klonierungen als künstlerische Performance entwickelt werden.

 

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